Die Geschichte des Bünder SV

 

Die Stammvereine

Der heutige Bünder SV geht auf dem am 30. Oktober 1908 gegründeten Bünder FC 08 zurück, der seinen Namen im Jahre 1914 in FK Preußen Bünde änderte. Der Erste Weltkrieg führte im Jahre 1917 zur Auflösung des Vereins.

Im Jahre 1919 wurde der VfB Bünde gegründet, der drei Jahre später mit dem FC Olympia Ennigloh zum VfB Olympia Bünde-Ennigloh fusionierte. 1945 fusionierte der Verein mit dem TuS Eintracht Bünde-Südlengern und dem Schwimmverein Elsemühle zur Sportgemeinschaft Bünde-Südlengern. Die Fusion hielt jedoch nur bis zum Jahre 1951, als sich der Verein in die SG Bünde 08 und den TuS Eintracht Bünde aufspaltete.

Der Bünder SV 08/09 entstand 1973 durch eine Fusion der SG Bünde 08 und des SV Ennigloh 09. Der SV Ennigloh entstand im Jahre 1934 durch die Fusion der Freien Turn- und Sportvereinigung Ennigloh, entstanden im Jahre 1922 durch die Fusion des Arbeiter Turnvereins Ennigloh und Eintracht Bünde-Blanken, und dem TV Bahnhof Bünde.

Der SV Ennigloh erreichte in der Saison 1952/53 erstmals die Landesliga, die damals noch die höchste westfälische Amateurliga war. Nach dem sofortigen Wiederabstieg konnten sich die Ennigloher in der Landesliga etablieren. In der Saison 1967/68 wurde die Mannschaft Vizemeister mit einem Punkt Rückstand auf den SV Brackwede. Vier Jahre später wurde der Aufstieg erneut verpasst. Als Dritter hatte der SV Ennigloh einen Punkt Rückstand auf die TSG Harsewinkel. Die SG Bünde 08 spielte in der Saison 1954/55 in der Landesliga, musste allerdings als Tabellenletzter gleich wieder absteigen.

 

Die erfolgreichen Jahre (1973 bis 1986)

Gleich in der ersten Spielzeit nach der Fusion schaffte die Mannschaft den Aufstieg in die Verbandsliga, damals die dritthöchste Spielklasse. Nachdem der Bünder SV in der ersten Saison als Tabellenfünfzehnter den Klassenerhalt erreichte, belegte er in den Folgejahren Plätze im vorderen Tabellendrittel. Zum Kreisderby gegen den SC Herford kamen 6.000 Zuschauer ins Erich-Martens-Stadion. 1978 qualifizierten sich die Bünder als Fünfter für die neu geschaffene Oberliga Westfalen (3. Liga).

Mit dem neunten Platz in der Saison 1978/79 erreichte der Verein seinen sportlichen Zenit. In der Folgezeit geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten. Ausbleibende Sponsorengelder und rückläufige Zuschauerzahlen führten dazu, das der Verein sparen musste. Nach einem zwölften Platz in der Saison 1979/80 mussten die Bünder ein Jahr später als Tabellenletzter in die Verbandsliga absteigen. Negativer Höhepunkt war eine 0:9-Niederlage beim VfL Gevelsberg.

In den ersten Jahren nach dem Abstieg kämpften die Bünder gegen den Abstieg. Lediglich in der Saison 1985/86 kam die Rückkehr in die Oberliga in greifbare Nähe. Mit vier Punkten Rückstand auf den SC Verl wurden die Bünder Vizemeister ihrer Verbandsligastaffel. In einem vorsorglich angesetzten Entscheidungsspiel gegen den Vizemeister der anderen Verbandsligastaffel SV Langendreer 04 konnte sich der BSV mit 2:0 in Emsdetten durchsetzen. Das Ergebnis war jedoch wertlos, da der Oberligameister ASC Schöppingen nicht in die 2. Bundesliga aufstieg.

 

Sportlicher Werdegang (seit 1986)

Erneute finanzielle Schwierigkeiten führten dazu, dass der Bünder SV 1988 in die Landesliga absteigen musste. Als Landesligameister mit vier Punkten Vorsprung auf die SpVgg Fichte Bielefeld gelang der sofortige Wiederaufstieg. In der Aufstiegssaison 1989/90 belegten die Bünder noch einmal den vierten Platz, konnten aber in den folgenden Spielzeiten nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen.

Die Saison 1991/92 beendete der BSV punktgleich mit Teutonia Lippstadt, wies aber eine bessere Tordifferenz auf. Nach einer Entscheidung des Verbandes am Grünen Tisch mussten jedoch die Bünder und nicht die Lippstädter in die Landesliga absteigen. Drei Jahre später folgte der Abstieg in die Bezirksliga.

Erst im Jahre 2003 ging es wieder nach oben. Mit 15 Punkten Vorsprung auf den Türk Verein Herford wurden die Bünder Bezirksligameister und kehrten in die Landesliga zurück.

Gleich in der Aufstiegssaison spielte der BSV um den Aufstieg und wurde schließlich mit drei Punkten Rückstand auf den TuS Dornberg Vizemeister. In den folgenden Jahren rutschten die Bünder ins Mittelfeld zurück.

Im Jahre 2007 ging es für den Bünder SV schließlich als Tabellenvorletzter zurück in die Bezirksliga. Zwei Jahre später wurde die Mannschaft noch einmal Vierter. Für den BSV ging es im Jahre 2012 leider in die Kreisliga, nachdem die Mannschaft am letzten Spieltag zu Hause mit 3:5 gegen die zweite Mannschaft des FC Bad Oeynhausen verlor. Seitdem tritt der Verein in der Herforder Kreisliga A an.

Eine Übersicht der Saisonbilanzen seit 1973 und weitere Daten & Statistiken findest du hier.

 

 

Unsere Vereinszeitung: Der BSV-Spiegel

Über Jahre hinweg wurde der Weg des Vereins mit seinen Erfolgen und Ereignissen vom BSV-Spiegel begleitet. Vor jedem Heimspiel wurde die Vereinszeitung kostenfrei an den interessierten Fan abgegeben, um über aktuelle Nachrichten zu informieren. Die ältesten Exemplare stammen aus dem Jahre 1975. Leider wird der BSV-Spiegel mittlerweile nicht mehr produziert.

 

 

David Odonkor - Unser Nationalspieler

 
Am Mittwoch, den 28. Mai 2006 um 12 Uhr herrschte großer Jubel in Bünde, denn Bundestrainer Jürgen Klinsmann verkündete das endgültige Aufgebot für die WM im eigenen Land. Mit dabei ist ein Spieler, der seine fußballerischen Übungseinheiten zwischen 1995 und 1998 beim Bünder SV absolvierte, bevor er 1998 zu Borussia Dortmund wechselte und ab 2006 in den Diensten des spanischen Erstligisten Real Betis Sevilla stand. Sein erstes A-Länderspiel bestritt David Odonkor am 30. Mai 2006 im Testspiel zur Vorbereitung auf die WM gegen Japan. Bei der WM gab er die wichtige Vorlage im Spiel gegen Polen und wirbelte anschließend die argentinischen Verteidiger durcheinander. Sein erstes Länderspieltor erzielte er am 12. September 2007 im Spiel gegen Rumänien.
 
 
Hier zu sehen mit unserem ehemaligen Vorsitzenden Reinhard Hartung, anlässlich des Ehrenempfanges im Bünder Rathaus am 12.7.2006 und der Ernennung zum Ehrenmitglied beim Bünder SV 08/09.